{"id":394,"date":"2006-08-24T16:14:57","date_gmt":"2006-08-24T14:14:57","guid":{"rendered":"http:\/\/blog.isnochys.de\/?page_id=394"},"modified":"2007-07-10T06:50:00","modified_gmt":"2007-07-10T04:50:00","slug":"mein-jakobsweg","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/blog.isnochys.de\/?page_id=394","title":{"rendered":"Mein Jakobsweg"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Wie ich nach Santiago und ans Ende der Welt stolperte<\/em><\/strong><br \/>\nHier werde ich nach und nach von meinen Erfahrungen <a href=\"http:\/\/blog.isnochys.de\/wp-images\/jakob.kml\">auf dem Camino<\/a> berichten.<\/p>\n<p><strong>Ausr\u00c3\u00bcstung<\/strong><br \/>\n18kg Gep\u00c3\u00a4ck + 2kg Wasser<br \/>\nUnter anderem hatte ich solche Regensachen dabei, dass ich ohne Probleme (Ausnahme ABC-Maske) einen thermonuklearen \/biologisch-chemischen Angriff \u00c3\u00bcberlebt h\u00c3\u00a4tte, hinter Santiago hat es sich dann ja auch bew\u00c3\u00a4hrt<\/p>\n<p><em>Rucksack<\/em>: Billigmarke, der das Laufen erschwehrt und die Atmung behindert<br \/>\n<em>Schuhe<\/em>: Meindl Atlanta GTX, Topqualit\u00c3\u00a4t<br \/>\n<em>Kleidung<\/em>: OCK Hose + Trigema Tshirts<br \/>\n<em>Wanderf\u00c3\u00bchrer<\/em>: Spanischer Jakobsweg, Cordula Rabe, Bergverlag Rother. DAS Buch f\u00c3\u00bcr den Camino!<\/p>\n<p><em>Verluste<\/em>: 1x Duschgel, 1x Pullover, 1x G\u00c3\u00bcrtel, 1 Paar Socken(verbrannt), 7kg K\u00c3\u00b6rpergewicht<\/p>\n<p><strong>Strecke<\/strong><br \/>\n<em>Laufleistung<\/em>: 900km<br \/>\n<em>Dauer<\/em>: 6 Wochen<\/p>\n<p><strong>Expeditionstagebuch<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.isnochys.de\/wp-images\/camino\/11.7.jpg\" alt=\"\" align=\"right\" border=1 hspace=10\/><em>10.\/11.7.<\/em><br \/>\n<em>Stuttgart -> Paris -> Bayonne -> St. Joan-Pied-de-Port -> Auberge Orrison<\/em><br \/>\n<em>18h \/ 3h<\/em><br \/>\n<em>1200km \/ 5,5km<\/em><br \/>\nDer wohl langsamste Tag meiner Reise.<br \/>\nNach 3 Stunden und 5 km mach ich doch tats\u00c3\u00a4chlich schon schlapp. Diese erste Strecke ist auch die h\u00c3\u00a4rteste. Man steigt aus dem Zug aus und mu\u00c3\u0178 glaich mal Klettergeschirr bereitlegen, denn es gilt die Eiger Nordwand zu erklimmen.<br \/>\nDaf\u00c3\u00bcr hab ich auch gleich als Belohnung mit 14,- die teuerste Unterkunft meines gesamten Caminos genommen. Und eine Gestalt kennengelernt, die mich noch weit begleiten wird. Zwischen 50 und 60 Jahre, seit 2 Jahren 17000 km auf den Caminos unterwegs gewesen. Auf Spende eines Kaffees hin tr\u00c3\u00a4gt er s\u00c3\u00a4mtliche gute Herbergen f\u00c3\u00bcr die n\u00c3\u00a4chsten 900km in meinen Rothen ein. Dabei erz\u00c3\u00a4hlt er mir seine Lebensgeschichte..krasse Sache das, werd diese hier aber nicht reinschreiben. Jetzt ist er auf dem Weg zur\u00c3\u00bcck nach Deutschland. Hoffe mal, er schreibt bald ein Buch \u00c3\u00bcber den Camino. Jedenfalls gibt er mir den Satz mit auf den Weg:&#8220;Jeder geht seinen eigenen Camino!&#8220;. In der Herberge waren dann auch Susan, Sophia und Judith, die 3 Ungarinnen, mit denen ich die Nacht im Zug von Paris aus verbracht hab, mit dem Ph\u00c3\u00a4nomen, dass mich die n\u00c3\u00a4chsten 6 Wochen begleiten wird: Zu Kurze Betten. In Paris selbst hab ich einem M\u00c3\u00a4del aus Nancy das Metrosystem erkl\u00c3\u00a4ren d\u00c3\u00bcrfen. Lustigerweise war sie auch nach St.JPdP unterwegs. Allerdings um dort zu unterrichten.<br \/>\nIn der \u00c3\u00bcberteuerten Herberge werde ich in ein Zimmer mit 45 Scheintouristen aus Frankreich einquartiert. Ich hab allerdings Gl\u00c3\u00bcck gehabt, denn die Ungarinnen m\u00c3\u00bcssen drau\u00c3\u0178en in einem Zelt \u00c3\u00bcbernachten, bei Sauk\u00c3\u00a4lte und Na\u00c3\u0178regenwetter.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.isnochys.de\/wp-images\/camino\/12.7.jpg\" alt=\"\" align=\"right\" border=1 hspace=10\/><em>12. Juli<\/em><br \/>\n<em>Auberge Orrison -> Roncesvalles<\/em><br \/>\n<em>5h<\/em><br \/>\n<em>17,3km<\/em><br \/>\nDer Tag ging so weiter, wie der Letzte aufgeh\u00c3\u00b6rt. Bergauf. Meine Kondition war jedoch schon nach wenigen hundert Metern den Bach runter. Wobei es hier, au\u00c3\u0178er Nieselregennebel keine Wasserquelle gab. Somit war ich recht froh, 2kg Wasser mitzuschleppen. 10 Schritte laufen, verschnaufen, Schluck Wasser trinken, 10 Schritte laufen, verschnaufen, etc. Unter meinem Poncho hat sich inzwischen schon eine eigene Klimazone stabilisiert. Tropisch. Da ich weder des Spanischen noch Franz\u00c3\u00b6sischen m\u00c3\u00a4chtig bin, kann ich den besorgten Pilgern, welche an mir vorbeiziehen und mich irgendwas fragen, nur ein &#8222;Esta bien&#8220; entgegenkeuchen. Sprachengemisch. Irgendwo auf der Wiese oben am ersten Passgipfel verliert sich der Weg. Stapfe frohgemuts viel zu hoch und mu\u00c3\u0178 wieder zum Rolandsbrunnen runterkraxeln. Dieser l\u00c3\u00a4\u00c3\u0178t tr\u00c3\u00b6pfelnder Weise meine Wasserflaschen bef\u00c3\u00bcllen. T\u00c3\u00b6rchen durchschreiten, jetzt bin ich in Spanien. Woran man das erkennt? Der erste Pfosten mit Pfeil hat die Einkerbung &#8222;ETA&#8220;. Nur keine Panik. Alles halb so wild. Jetzt folgt ein herrliches Waldst\u00c3\u00bcck, welches ich sehr schnell meistere, bis es wieder einen Gipfel zu erklimmen gilt. Nimmt das denn gar kein Ende? Aber was ist denn das? Die Sonne kommt zum Vorschein. Von nun an gehts Bergab. nach 1,5h auf einer Stra\u00c3\u0178e watscheln tun mir die Beine richtig weh. Und was sehe ich dort hinten? Bruchtal? Nein, das Kloster! Herrlich. Stempel geben lassen, &#8222;Dormire aqui?&#8220; und schon hab ich ein Bett. Hurra.Ui, 3 franz\u00c3\u00b6sische M\u00c3\u00a4dels machen hier auch Halt. Sehr sch\u00c3\u00b6n. Kartoffelsuppe und Fisch mit Pommes als Pilgermenu. Koch wohl Engl\u00c3\u00a4nder.<br \/>\nAb sofort werd ich Gegner des 2. Vatikanischen Konzils. Gottesdienst auf Spanisch? Kann dem \u00c3\u00bcberhaupt nicht folgen. Latein w\u00c3\u00a4re in allen Kirchen angebracht! Wieso k\u00c3\u00b6nnen alle Salve Regina auswendig?<br \/>\nDie Unterkunft ist eine ausger\u00c3\u00a4umte Kirche romanisch gotisch. 100 Leute k\u00c3\u00b6nnen hier in den Stockbetten locker untergebracht werden. Keine Heizung, gro\u00c3\u0178e K\u00c3\u00a4lte. Wieso h\u00c3\u00a4ngt an der Wand zu den Duschen eine Karte der Niederlande? Und weshalb versuchen  die Spanier mir hier schon das Duschgel zu klauen? Au\u00c3\u0178er 2 Buben aus K\u00c3\u00b6ln gibts nur \u00c3\u2013sterreicher. Italiener, Franzosen und Spanier z\u00c3\u00a4hlen ab sofort nichtmehr, die sind vorhanden, wie die Fliegen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.isnochys.de\/wp-images\/camino\/13.7.jpg\" alt=\"\" align=\"right\" border=1 hspace=10\/><em>13. Juli<\/em><br \/>\n<em> Roncesvalles -> Zubiri<\/em><br \/>\n<em>6h<\/em><br \/>\n<em>21,2km<\/em><br \/>\n6 Uhr, das Licht geht an. Huch, bin ich zu sp\u00c3\u00a4t? Wahrlich, es gibt hier einige Wahnsinnige, die sind schon fort. So fr\u00c3\u00bch, in der Dunkelheit, bei der K\u00c3\u00a4lte. Kein Problem, die werden alle noch eingeholt. Der Ort ist immernoch nebelverhangen. Poncho um und losgestiefelt. Sch\u00c3\u00b6n, keine Berge, nur Feldwege mit Schafsresten. Von wegen. 2x mu\u00c3\u0178 ein &#8222;Alto&#8220; \u00c3\u00bcberquert werden. Raufraufrauf, die treppe rauf..nicht ganz, aber im 10Schritte Stil geht es wieder durch Waldwege \u00c3\u00bcber 7 H\u00c3\u00bcgel. Und ganz neu, angelegte Betonstra\u00c3\u0178en. hurra. Was vormals ein weicher Waldweg war ist nun sauber zubetoniert. Die Knie werden weich. Familien \u00c3\u00bcberholen mich. An riesigen Rolandssteinen vorbei gehts nun steil bergab. richtig steil. richtig bergab. Als Dreingabe kommen nun auch Fahrradfahrer auf ihren Mountainbikes von hinten angebraust. Sekunden der Entscheidung. Beim \u00c3\u0153berqueren einer Stra\u00c3\u0178e wird ein verdutztes Heilbronner Ehepaar, unterwegs mit ihrem Wohnmobil, mit einem freundlichen &#8222;Gr\u00c3\u00bc\u00c3\u0178 Gott&#8220; gegr\u00c3\u00bc\u00c3\u0178t. Und immer weiter den Berg hinab. Von hinten Ger\u00c3\u00a4usche, die ich noch richtig verachten werde:&#8220;Klack Klack&#8220; Stockwanderer! Besser: Teleskopskist\u00c3\u00b6cke! Auch mein Gehtempo wird nun schneller und schneller. Autsch. Ist das da unten Zubiri? ja, ist es. Rechts \u00c3\u00bcber die Br\u00c3\u00bccke, Links den Hang, welchen ich morgen erklimmen mu\u00c3\u0178, schau ich kurz entsetzt an. Ab in die Herberge. Altes Schulhaus, 6,-, krass \u00c3\u00bcberteuert, kaum sanit\u00c3\u00a4re Anlagen. W\u00c3\u00a4sche waschen. warten. warten. Jetzt macht endlich das faule spanische Pack wieder die L\u00c3\u00a4den auf. Thunfisch, Salami und K\u00c3\u00a4se eingekauft. Was f\u00c3\u00bcr ein Schmausen. Dabei sitzen hier am Tisch au\u00c3\u0178er den tausend Fliegen die 3 Franz\u00c3\u00b6sischen M\u00c3\u00a4dels. Was die eine anhat ist schon ph\u00c3\u00a4nomenal: ein Netz und einen schwarzen String. Sonst nix. Herrliche Zeiten. Anaid mit Schwester und Freundin sind dabei ihre Blasen zu behandeln, schwere OP, F\u00c3\u00a4den durchziehen. Das schreit richtig nach Infektion. Ich hab mir auch Blasen zugezogen. Drecksklapperstorch. Direkt unter beiden gro\u00c3\u0178en Zehen an den Ballen. Macht nix, mu\u00c3\u0178 man durch. Ein h\u00c3\u00bcpfender Ungar ist auch hier, hat wohl noch zuviel Energie. Dem Franzosen und \u00c3\u2013sterreicher mu\u00c3\u0178 ich mal erkl\u00c3\u00a4ren, dass grad San Fermin in Pamplona ist. Daher werde ich morgen <em>nicht<\/em> in die Stadt gehen. Macht wenig Sinn, ohne Alk zu trinken.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.isnochys.de\/wp-images\/camino\/14.7.jpg\" alt=\"\" align=\"right\" border=1 hspace=10\/><em>14. Juli<\/em><br \/>\n<em>Zubiri -> Trinidad de Arre<\/em><br \/>\n<em>4,5h<\/em><br \/>\n<em>16,8km<\/em><br \/>\nKazonga, 2Fast4 und Floriel haben noch Witze gemacht. Aber was seh ich hier? Wirklich, heute hab ich einen Pilger \u00c3\u00bcberholt, der mit Schubkarre unterwegs war. Sah recht verwegen aus. Zog hinter sich ein kleines W\u00c3\u00a4gelchen her. Fehlte nur noch, dass das Rad quietscht. K\u00c3\u00b6rperl\u00c3\u00b6ich hat mir die heutige Strecke wieder zugesetzt, aber geistig h\u00c3\u00a4tte ich noch weitergehen k\u00c3\u00b6nnen. Jedoch ist noch San Fermin in Pamplona. Deshalb sind die ersten heute morgen wohl schon um 4 Uhr losgelaufen. Verr\u00c3\u00bcckte Br\u00c3\u00bcder. Leider sind nun auch die 3 Franz\u00c3\u00b6sinnen an mir vorbeigezogen. Ich raste nun in Trinidad de Arre. <a href=\"http:\/\/images.google.de\/images?q=trinidad%20de%20arre&#038;ie=UTF-8&#038;oe=UTF-8\">Bilder des Klosters<\/a> hab ich nur von <a href=\"http:\/\/www.isnochys.de\/~isnochys\/camino06\/index.htm\">innen gemacht<\/a>(1 &#8211; 3). Im Garten hab ich ein Pl\u00c3\u00a4tzchen unter dem Kirschbaum gefunden, welcher mir, ohne meine Sitzposition zu \u00c3\u00a4ndern, den ganzen Nachmittag Schatten spendet. Das nenn ich mal Luxus. Ansonsten sind hier nur alte Leute. Von meinem Standpunkt aus. Mark, der Amerikaner, beide Knie im Verband, die beiden Irinnen, Holl\u00c3\u00a4nder ohne Wohnwagen, ein kettenrauchender Irgendwas, welcher mehr Dinge in einen Block schreibt, als ich. Au\u00c3\u0178erdem hab ich meine erste H\u00c3\u00a4rtepr\u00c3\u00bcfung hinter mir. Im Supermarkt will eine Bierinsel mich mit Sirenengesang in den Abgrund locken. Doch auch hier kann ich mich, dank mentaler Superkr\u00c3\u00a4fte, den Verlockungen widersetzen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.isnochys.de\/wp-images\/camino\/15.7.jpg\" alt=\"\" align=\"right\" border=1 hspace=10\/><em>15. Juli<\/em><br \/>\n<em>Trinidad de Arre -> Cizur Menor<\/em><br \/>\n<em>3,5h<\/em><br \/>\n<em>8,8km<\/em><br \/>\nVenedig im Hochsommer. So l\u00c3\u00a4\u00c3\u0178t es sich am besten umschreiben. Selbst w\u00c3\u00a4hrend der WM in unserem Lande ist mir sowas noch nicht untergekommen. Eine Stadt, die komplett nach Pisse und Kotze stinkt. Die Dunstglocke schwebt und dr\u00c3\u00bcckt auf die Stadt. Pamplona. Ein Franzose hat mit seinem Handy ein paar Videos gemacht. Massenorgie. \u00c3\u0153berall. Alkoholleichen in jeder Gasse. Da veschl\u00c3\u00a4gts mich in die Catedral. Aber hier sind Absperrungen. Egal, mit Rucksack ganz nach vorne gehen. Oh, was machen die da? schnell in eine Bank reinsetzten. Ist wohl grad Gottesdienst hier. Weshalb sollte sonst die Schar Priester einziehen? Aber au\u00c3\u0178er 3 alten Menschen und mir nimmt keiner teil. Am Ende sitzen hinten noch Pilger, die sind aber zu sch\u00c3\u00bcchtern, sich w\u00c3\u00a4hrend der Kommunion nach vorne zu trauen. Da ich nix vom Gottesdienst verstehe und auch nicht wei\u00c3\u0178, wo wir gerade sind, immer wieder werde ich best\u00c3\u00a4tigt, dass das 2. VK kompletter Unsinn war, fang ich nun an den georgschen Rosenkranz zu beten. Dieser wird im Laufe meiner Pilgerreise noch ausgebaut werden, besteht aber zum Gro\u00c3\u0178teil aus Ave Maria und Vater Unser. Nach der Messe streun ich noch so ein bi\u00c3\u0178chen durch die Stra\u00c3\u0178en, stinkt mir aber zusehr, somit verschwinde ich Richtung s\u00c3\u00bcdwesten aus der Stadt. Cizur Menor. <a href=\"http:\/\/www.isnochys.de\/~isnochys\/camino06\/index.htm\">Malteserorden. Schlafplatz in der Kirche<\/a> (4 &#8211; 7). Nach und nach gesellen sich immer mehr Gestalten in die Unterkunft. Mark ist hier, Michael, der paddelnde \u00c3\u2013sterreicher zieht weiter, Tim, der Brite kommt hinzu, Marie, die D\u00c3\u00a4nin, hat die Nacht in Pamplona durchgemacht und schl\u00c3\u00a4ft schon, 2 sportliche spanische M\u00c3\u00a4dels, Spanischer Vater mit Sohnemann, Hayden und Maria, die Neuseel\u00c3\u00a4nder &#8222;Kiwis&#8220;, der Kapit\u00c3\u00a4n, argentinisch schwedischer Abstammung, und Tato, der Mexikaner. DIe schlafen auch ale in dre nun ge\u00c3\u00b6ffneten Kirche. Mir ist die allerdings zu frisch, ich hab ja nur meinen Schlafschal dabei. Der Innenraum ist etwas gr\u00c3\u00b6\u00c3\u0178er, als in der Sigismundkapelle in Oberwittighausen. 2 M\u00c3\u00a4dels aus Deutschland sind nun auch angekommen. Was machen die? bestellen sich gleich ne Pizza. Dabei w\u00c3\u00bcrde denen mal schmale Kost recht guttun. Ich bekomme nun vom &#8222;K\u00c3\u00a4ptn&#8220; Bier angeboten, mu\u00c3\u0178 es aber ausschlagen. Wie noch sehr h\u00c3\u00a4ufig auf meiner Reise. Daf\u00c3\u00bcr bekomm ich Essen von einem Italiener, glaub Stephan hie\u00c3\u0178 der, und einem franz\u00c3\u00b6sisch Spanier namens Juan. Abgeschlossen wird dieser Tag von einem richtig heftigen Hagelschauer. Der Herbergsvater bringt sogar sein Auto in Sicherheit. Die kleine Karre tr\u00c3\u00a4gt doch tats\u00c3\u00a4chlich von den Hagelk\u00c3\u00b6rnchen einen Blechschaden weg. Und die ankommenden Radfahrer machen keinen so gl\u00c3\u00bccklichen Eindruck. Geschieht ihnen aber auch recht so! Im Laufe der Zeit werde ich noch eine ordentliche Aversion gegen diese Unfruchtbarkeitsmaschinen entwickeln.<br \/>\nJedenfalls sind durch diesen Tag erstmal die Hauptpersonen vorgestellt worden, welche mich den Weg \u00c3\u00bcber begleiten werden. Nach und nach finde ich immer mehr \u00c3\u00bcber sie heraus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.isnochys.de\/wp-content\/167.jpg\" alt=\"\" align=\"right\" border=1 hspace=10\/><em>16. Juli<\/em><br \/>\n<em>Cizur Menor -> Ermita de Nuestra Se&ntilde;ora de Eunate -> Obanos<\/em><br \/>\n<em>6h<\/em><br \/>\n<em>20,3km<\/em><br \/>\nDer Tag der neuen Schritte. Kurz vor Sieben Uhr morgens ohne Fr\u00c3\u00bchst\u00c3\u00bcck losgelaufen und schneller auf dem Alto del Perdon angekommen, als ich gedacht hatte. Leider war die Aussicht, die von dort oben Ph\u00c3\u00a4nomenal sein soll etwas vom Nebel getr\u00c3\u00bcbt.<br \/>\nIch seh jedenfalls schon Obanos, oder bilde es mir ein, im S\u00c3\u00bcden in der h\u00c3\u00bcgeligen Landschaft mit den paar kleinen D\u00c3\u00b6rfen die Umrisse ausmachen zu k\u00c3\u00b6nnen. Weshalb bin ich nun so schnell hier hochgekommen? Ich sag nur eins: augsburger Puppenkiste. Mir ging einfach das Lied nichtmehr aus dem Kopf:&#8220;Zwo drei vier marschieren wir, im schnellen Lauf, Berg hinauf, oben dann alle Mann schaun mit List wo Feind ist..dann geht es klepper schepper depper rollroll, jawolljawoll, jawolljawoll, dann geht es klepper schepper depper rollroll, jawoll, jawoll, jawoll&#8220;<br \/>\n:))Da legt man schonmal einen Zahn zu.<br \/>\nDen H\u00c3\u00bcgel hinunter hab ich mich dann auf beste Vulkanschrittweise bewegt.<br \/>\nSich einfach von der Schwerkraft ziehen lassen, nicht bremsen und von Stein zu Stein h\u00c3\u00bcpfen. Eigentlich eine nicht zu empfehlende Art der Fortbewegung, schon garnicht auf den Ger\u00c3\u00b6llfeldern. Einmal nicht aufgepa\u00c3\u0178t und der 20kg Rucksack bricht dir s\u00c3\u00a4mtlich Knochen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/blog.isnochys.de\/wp-content\/177.jpg\" alt=\"\" align=\"right\" border=1 hspace=10\/><em>17. Juli<\/em><br \/>\n<em>Obanos &#8211; Estella\/Lizarra<\/em><br \/>\n<em>6h<\/em><br \/>\n<em>26,8km<\/em><\/p>\n<p><strong>Ergebnisse<\/strong><\/p>\n<p>Aus medizinisch biologischer Sicht gibt es jetzt keinen Grund mehr, weshalb es die Menschheit nicht zum Mars schaffen sollte. Nach Jahren in der Mikrogravitation ist es mir gelungen, 6 Wochen ohne medizinische Versorgung zu \u00c3\u00bcberleben und dabei \u00c3\u00a4u\u00c3\u0178erste Strapazen auf mich zu nehmen.<\/p>\n<p>&#8222;The Camino is like a Tom Clancy Novel..in 20 seconds you are gone..and no one will notice..&#8220; (Hayden)<br \/>\n&#8222;Once you&#8217;ve gone Vatican, you never go back again&#8220; (Homer Simpson)<\/p>\n<p>Gott teilt meine Art Humor, siehe <em>23.7.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie ich nach Santiago und ans Ende der Welt stolperte Hier werde ich nach und nach von meinen Erfahrungen auf dem Camino berichten. Ausr\u00c3\u00bcstung 18kg Gep\u00c3\u00a4ck + 2kg Wasser Unter anderem hatte ich solche Regensachen dabei, dass ich ohne Probleme &hellip; <a href=\"https:\/\/blog.isnochys.de\/?page_id=394\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"iawp_total_views":13,"footnotes":""},"class_list":["post-394","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.isnochys.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/394","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.isnochys.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.isnochys.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.isnochys.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.isnochys.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=394"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/blog.isnochys.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/394\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.isnochys.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=394"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}